Das fiel mir auf: Der Apple-Automat in der Axel-Springer-Welt

Das fiel mir auf: Der Apple-Automat in der Axel-Springer-Welt

 

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Wie ich neulich an einem späten Nachmittag so durch die  Axel-Springer-Welt in Berlin-Mitte schlendere und in Nostalgie schwelgend am ehemaligen tv.berlin Studio vorbeischaue (dem früheren Arbeitsplatz von Matthias und mir sowie „Geburtsort“ der Idee für ‚fingerdrauf‘), springt mir im Eingangsbereich der inzwischen dort sitzenden ‚Axel Springer TV- und Videoproduktionen‘

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ein großer weißer Kasten mit beleuchtetetm Schaufenster ins Auge. ‚Oh‘ denke ich,  ‚hier steht ja jetzt ein Süssigkeiten-Automat, was für eine positive Neuerung.‘ Aber der Kasten mit Glasscheibe entpuppt sich als „IT-Verkaufsautomat“, vollgefüllt mit Computer-Zubehör von Apple.

Apple Verkaufsautomat

‚Faszinierend‘, denke ich und trete näher an die Sicht-Scheibe heran. Und stelle mir vor, wie in einem Großraumbüro in der Springer-Welt ein A-gestellter zum anderen A-gestellten  sagt: „Ich hol mir mal schnell was aus dem Apple-Automat! Soll ich dir was mitbringen?“

Aber dieser winkt nur ab, ohne vom Bildschirm seines  Apple MacBook Air hochzusehen: „Nein danke, ich habe schon alles von Apple!“

Und der andere A-gestellte sagt beim Aufstehen: „Alles klar, ich springer schnell runter, hab mal wieder mein Ladekabel zu Hause liegen lassen und mein iPhone verabschiedet sich gleich“.

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Dann steht der hippe Springer-A-gestellte auf federnden Turnschuhen vor dem Apple-Automat und scannt die Auswahl nach dem am häufigsten vermissten Gegenstand der Jetzt-Zeit ab: dem Handy-Ladekabel:

Apple Verkaufsautomat

Gleich ganz oben, bei A1 wird er fündig: dort wo früher in meiner Kindheit im Süssigkeiten-Automaten meines Vertrauens im Hallenbad-Eingangsbereich  immer die ‚Storck Schoko Riesen‘ lagen, liegen im jetzt und hier die ‚Lithning to USB Cable‘.

Apple Verkaufsautomat USB-KAbel

Kostenpunkt: Moment, siehe Bildschirm rechts, gleich der erste Posten ganz oben: 13,76 €.

Ist das jetzt mit oder ohne Mehrwertsteuer? Und ist das jetzt eher viel oder eher wenig oder normal viel Geld für so ein Ladekabel?

Apple Verkaufsautomat USB-KAbel

Soll man jetzt schnell den Preis mit dem Smartphone bei Amazon und Cyberport und Gravis und dem Online-Apple-Store gegen-googlen? Aber der Akku ist doch gleich leer! Also egal, was soll der Geiz. Und ein zweites Ladekabel hat noch keinem geschadet. Außerdem kann ich die Antworten der Kollegen auf meine Frage „Könntest du mir mal eben dein iPhone Ladekabel für ne halbe Stunde leihen?“ nicht mehr hören:

a) „Habe mein Kabel dummerweise auch zu Hause liegen lassen!“ oder

b) „Sorry aber muss mein Handy grade selbst aufladen, sonst immer gerne!“ oder

c) „Ja kannste gerne haben, aber du weisst ja, ich habe ein Samsung Galaxy!“.

Also was soll’s, kann man hier bar bezahlen oder auch mit Karte, ach so, nur mit Karte (wann und wo kann man in Berlin schon mal etwas mit Karte bezahlen, und dann auch noch ausschließlich, also „only credit cards accepted“), egal, also Plastic Card rein, und schon saust das Ladekabel nach unten und landet weich auf einem Schaumstoffboden.

Apple Verkaufsautmat in der Springer Welt

Als ich in der Phantasie mein imaginäres Ladekabel in der unbefleckt-weissen Apple-Packung halte, durchströmt mich auf einmal ein wohliges Gefühl von (Familien-)Zugehörigkeit und zugleich springt meine innere Gefühlslage für kurze Zeit um von ‚Mangel‘ auf ‚Fülle‘.

Dann sehe ich den mir in Gedanken so nahe gekommenen A-gestellten auch schon wieder auf seinen Sneakern davon springern zurück zu seinem Arbeistplatz in einem verglasten Großraumbüro irgendwo hier in der Springer-Welt, um endlich sein kurz vor dem AUS-fall stehendes iPhone wieder an den Strom anszuschließen, auf das der Datenstrom nicht abbricht und unaufhörlich endlose Datenströme endlos strömend sich verströmen.

Irgendwie habe ich jetzt von dieser virtuellen Aufregung Hunger auf einen kleinen Snack bekommen: auf etwas Schokoladiges a là Storck Schoko Riegel zum Beispiel und ausgleichend noch auf etwas Gesundes, warum nicht auf einen Apfel?!

Und also lasse ich wieder ab vom neu entdeckten Apple-Automaten und durchquere die Springer-Welt in Richtung Snackbar ‚Deli News‘.

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